Am 28. 11. 2025 fand die Prämierung der besten Abschließenden Arbeit (ABA) aus Geographie und wirtschaftliche Bildung im Raiffeisenhaus Wien statt. Der Wettbewerb wird seit 1993 vom Raiffeisenverband gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Lehrer:innen für Geographie und wirtschaftliche Bildung veranstaltet, im Schuljahr 2024/25 gab es durch die Freiwilligkeit der Arbeit bei den Einreichungen einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr, die Qualität der Arbeiten kann sich aber sehen lassen. Die ausgezeichneten Arbeiten sind auch in diesem Schuljahr wieder ein gutes Beispiel für die breite Leistungsfähigkeit des Unterrichtsfachs Geographie und wirtschaftliche Bildung!
Nach einer Begrüßung durch Manuel Hanselmann, MSc vom ÖRV (Leiter des Kompetenzzentrums Genossenschaft) und Mag. Hartwig Hitz als Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft konnte den Preisträgerinnen in Begleitung ihrer Familien und ihrer Betreuungslehrer:innen bei einem gemeinsamen Mittagessen mit tollem Ausblick im 16. Stock in festlichem Rahmen Geldpreise überreicht werden. Eine Preisträgerin befindet sich aktuell in Island und konnte per Videokonferenz an der Feier teilnehmen. Die Prämierung erfolgt durch den Juryvorsitzenden und Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft Dr. Paul Hofmann, der die drei ausgezeichneten Arbeiten vorstellte und betonte, dass die drei Preisträger:innen deutlich über das erforderliche Maß einer ABA gearbeitet haben und alle drei Arbeiten neben einem fundierten Literaturteil auch jeweils empirische Elemente aufwiesen.
Wegen einer Informationsveranstaltung zum neuen Oberstufenlehrplan war es der für AHS zuständigen Abteilungsleiterin im BMB, Frau Magistra Anna Lasselsberger heuer leider nicht möglich, persönlich an der Prämierungsfeier teilzunehmen, sie wurde von der Arbeitsgruppenleiterin zur Abschließenden Arbeit, Frau Magistra Helga Simmerl, vertreten.
Die Preisträger:innen und die Themen ihrer Arbeiten:
- 1. Platz: Olivia Maurer (BG/BRG/BORG Oberpullendorf, Betreuerin: Mag.a Nicole Bauer): Wälder im Zeichen des Klimawandels – Strategien von großen und kleinen Waldbesitzern im Mittelburgenland
- 2. Platz: Julian Zefferer (BG/BRG Stainach, Betreuer Mag. Georg Frauscher-Emler): Alpiner Wintersport im Klimawandel
- 3. Platz: Anna Hutter (Ramsauergymnasium Linz, Betreuer: Mag. David Eichinger): Mobilität im Wandel am Beispiel der Gemeinde Leonding

Wenn man die Themen der prämierten Arbeiten und das, was im regulären GWB-Unterricht schon heute unterrichtet wird, anschaut, stellt man fest, dass es hier eine große Schnittmenge mit den Wünschen der Schüler:innen für die neuen AHS-Oberstufen-Lehrpläne gibt: Neben der im Unterricht bereits jetzt fest verankerten Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucher:innenbildung, wünschen sich die Schüler:innen die Behandlung von Klimaschutz und Umweltschutz. Aber auch ein fundiertes Allgemeinwissen/eine umfassende Allgemeinbildung und Wissenschaftsorientierung bzw. Vertrauen auf das eigene Wissen sind den Schüler:innen beim Verlassen einer AHS wichtig. Auf die Frage, wie der Unterricht in der AHS Oberstufe im Jahr 2040 aussehen sollte, kamen Antworten wie „Daher wäre mein Vorschlag, eine Vier-Tage-Woche zu machen und an einem fünften Tag etwas Soziales zu machen, etwas für die Umwelt zu machen oder etwas, was uns in unserer Zukunft weiterhelfen wird.“ oder „Auf jeden Fall auf individuelle Stärken basiert und sich auf zeitgemäße Themen konzentrieren und viele praxisnahe Inhalte einbeziehen.“
Die ausgezeichneten Arbeiten des ABA-Wettbewerbs der der Bundesarbeitsgemeinschaft der Lehrer:innen für Geographie und wirtschaftliche Bildung zeigen, dass der Unterricht in Geographie und wirtschaftliche Bildung gemeinsam mit der gesamten AHS-Oberstufe schon heute auf Zukunftsthemen aufbaut und die Schüler:innen auf die Zukunft vorbereitet.


